Foto: Jonas Müller” / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc)
Als Daniel und seine Frau mit ihren Freunden im Wohnzimmer zusammensaßen, fragte Daniel seinen Freund nach spannenden Ereignissen in den vergangenen Wochen und dieser antwortete: „Durch einen Freund und meinen Sohn bin ich auf Facebook-Aktion an der Wall-Street in New York gekommen.“ von Evelyn W.
„Echt, das ist ja toll”, sagte Sharon darauf „Und wo ist euer Sohn jetzt?“
„Der ist bei einem Kumpel. Irgendwie chatten die mit der Freundin des Kumpels, welche in Neuseeland wohnt.“
„Neuseeland? Wie hat er die denn kennengelernt?“, fragte Daniel überrascht.
„Na, unser Sohn hat seine Freundin auch während des Auslandaufenthaltes kennengelernt. Sie lebt in Dänemark und war letzte Woche zu Besuch.“
„Wow“, kam es nur von Sharon.
„Wie lange hat dein Sohn denn schon eine Freundin?“, fragte Daniel.
„Seit circa einem halben Jahr. Sie chatten immer auf Facebook und skypen und so weiter.“
„Ich muss ja wissen, in welchen Alter das so losgeht“, meinte Daniel dann. „damit Sharon und ich uns darauf vorbereiten können.“ Kai nickte. „Unser Großer ist ja jetzt schon 14.“, ergänzte Daniel.
„Na, das geht doch jetzt immer früher los.“, sagte Jennifer.
„Hat eure Kleine etwa auch schon einen Freund?“, fragte Sharon entsetzt.
„Nein, mit 4 ist das dann wohl doch noch etwas früh.“, antwortete Jennifer.
„Wo ist denn eure Kleine?“, fragte Sharon.
„Das Au-Pair-Mädchen aus Boston passt auf sie auf. Sie ist echt ein nettes Mädchen, sehr kompetent und beherrscht perfekt die deutsche Sprache.“, erklärte Jennifer begeistert.
„Achso.“, sagte Daniel und trank einen Schluck Kaffee „Was macht die Arbeit, Kai? Du hast ja von den Aktien erzählt.“
„Ach, das ist eigentlich gar nicht schlecht. Ich bin ja an der Börse in Dubai tätig. Von Zuhause aus arbeite ich als Broker. Ist es nicht witzig, dass ich nicht von allein auf die Sache mit den Facebook-Aktien gekommen bin?“, erklärte Kai.
„Wie bist du denn dann darauf gekommen?“, fragte Daniel interessiert.
„Durch meinen Sohn, wie gesagt. Dann habe ich mich mal über Facebook noch ein wenig informiert und einfach mal hinein investiert.“
„Und hat es sich gelohnt?“, fragte Daniel nach.
„Ja, es war bis jetzt eine der besten Investitionen, die-„ in dem Moment klingelte Kais Handy. Nach einem kurzen Gespräch sagte er: „Entschuldigt mich kurz, ich muss das diesjährige Schulgeld für unseren Sohn überweisen.“ Dann gab er etwas in sein Handy ein und keine zehn Minuten später sah er auf und blickte in ratlose Gesichter.
„Was hast du denn gerade gemacht?“, fragte Daniel argwöhnisch.
„Ich habe das Schulgeld überwiesen. Durch die ganzen Termine von Jennifer und mir haben wir das ganz vergessen. Aber jetzt ist ja alles wieder gut.“
„Du hast das Schulgeld per Handy überwiesen?“, fragte Sharon ungläubig.
„Ja, möchtest du wissen, wie das geht. Es ist echt praktisch.“, bot Kai an.
„Nein, danke. Ich überweise Geld lieber auf die altmodische Art.“
„Alles klar. Na ja, wir haben ja nicht nur das Schulgeld zu überweisen sondern auch das Geld für die Nachhilfe unseres Sohnes. Der Schweizer Nachhilfelehrer Frank Heinz ist wirklich zu empfehlen im Bezug auf das Fach Englisch.“, erklärte Kai.
„Alles klar.“, sagte Daniel scharf „Aber unser Sohn braucht keine Nachhilfe.“
„Hast du eigentlich schon was von Caro gehört?“, fragte Jennifer an Sharon gewandt, um der unangenehmen Stimmung auszuweichen.
„Von Caro?“, fragte Sharon noch einmal nach.
„Ja, wie geht es ihr? Wir müssten sie mal wieder besuchen.“
„Ja, wir haben sowieso eine Reise nach Australien geplant. Dann werden wir sie mal wieder besuchen.“
„Es war echt ein Glück, dass wir sie kennengelernt haben.“, sagte Daniel.
„Ja“, ergänzte Sharon „ohne sie wären wir bei unserer letzten Reise verloren gewesen.“
„Das ist wohl war.“, sagte Kai darauf.
„Wir können dieses Jahr aber nicht mitkommen.“, sagte Jennifer „Wir fliegen dieses Jahr schon nach Paris.“
„Paris? Wie seid ihr denn darauf gekommen?“, fragte Sharon.
„Ein Arbeitskollege aus London hat mir diese Reise empfohlen und da es dieses Reiseangebot auch in Deutschland gab, haben wir gesagt, wir machen es einfach.“, antwortete Kai.
„Na, da habt ihr ja Glück.“, sagte Daniel „Wir fliegen nächstes Jahr dorthin.“
„Okay.“, kam es nur von Kai.
Prolog
Der gesamte Nachmittag verlief entspannt, jedoch änderte es sich nicht, dass die Stimmung zwischen Kai und Daniel distanziert und frostig blieb, obwohl sie Freunde waren. Als sie sich verabschiedeten, sagte Jennifer unauffällig zu Daniel: „Der ganze Medienkram und das ganze Internet sind ihm ein wenig zu Kopf gestiegen.“
„Macht doch nichts.“, sagte Daniel „Das passiert mit der gesamten Gesellschaft.“
Damit verabschiedeten sie sich.
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