Foto: Micah Taylor / www.flickr.com
Kaum zu glauben, aber Handys waren nicht immer so beliebt wie heute und es gab noch vor ein paar Jahren Vorbehalte. In einer kleinen Zeitreise haben wir ein paar Zitate aus der “guten alten Zeit” gesammelt. Von Marion und Tanja.
3sat, Risiko Elektrosmog, 29. Januar 1997
Wenn man die Grenzwerte reduziert, dann macht man die Wirtschaft kaputt, dann wird der Standort Deutschland gefährdet.
ICNIRP-Vorsitzender Prof. Dr. Jürgen Bernhardt zur Frage eines Fernsehjournalisten,warum man die Elektrosmog-Grenzwerte ohne ausreichendes Wissen um die biologische Gefährlichkeit festgelegt und warum man diese nicht beim geringsten Anzeichen einer Gefahr vorsorglich gesenkt hat.
Juli 1997
DECT-Telefone sind elektronische Umweltverschmutzer.
Stiftung Warentest im Heft ‘Test’
16.Oktober 1999
Je mehr Kommunikation, desto weniger Kommunikation.
Kabarettist Hans-Dieter Hüsch auf der Frankfurter Buchmesse
Juli 2000
Kinder sollten grundsätzlich nicht mit Handys telefonieren, Jugendliche nur in Notfällen.
Bundesumweltministerium in den Medien
September 2000
Verantwortungsbewusste Eltern sollten jedem ihrer Kinder ab zwölf Jahren ein Mobiltelefon geben, damit es unter Gleichaltrigen nicht isoliert wird.
Dr. Carsten Jessen, Pädagogische Hochschule Kopenhagen
Kinder ohne ein Mobiles seien sozial gefährdet. Spätestens ab der 6. Klasse spielten sich die meisten Kontakte über Handys ab.
Dezember 2000
Von unnötiger, häufiger und langer Handynutzung durch Kinder und Jugendliche muss dringend abgeraten werden.
Deutsche Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Dezember 2000
Einfluss von Handystrahlung auf das Gedächtnis, Ratten lernen schlechter.
Wissenschaftlerteam der Universität Seattle, US-Bundesstaat Washington, in der Fachzeitschrift ‘Spektrum der Wissenschaft’. Bei den Versuchen setzte man Ratten in trübes Wasser. Eine Plattform bot den Schwimmern Rettung. Eine Minute hatten sie Zeit, die Plattform zu entdecken und sich die Position zu merken, dann mussten sie neu starten. Eine Gruppe wurde eine Stunde lang den Handywellen ausgesetzt, die andere nicht. Die unbestrahlten Tiere lernten schnell und brachten sich gezielt in Sicherheit, die bestrahlten taten sich sehr schwer, irrten umher, konnten sich an die Position der Rettungsinsel kaum erinnern.
Januar 2001
In 20 Jahren sind wir ein Volk von Demenz-Kranken.
Dr. Brigitte Lange, Physikerin und Wissenschaftlerin in der Hirnwellenforschung, zum Thema Handywellen und Öffnung der Blut-Hirn-Schranke
26.Oktober 2001
Wir können ohne unser Handy nicht leben!
Die Verbraucherorganisation Codacons wollte wissen, wie Italiener reagieren, wenn sie plötzlich kein Handy mehr haben. 300 Freiwillige in Ischia machten mit und gaben ihr Gerät für zwei Wochen ab. Schon zwei bis drei Tage später hatten manche die ersten Entzugssymptome gespürt. Nach 15 Tagen gaben sieben von zehn an, sie könnten ohne Handy nicht leben. 25 Prozent berichteten von einem Verlust an Selbstvertrauen, weil sie sich von einem wichtigen Kommunikationsgerät abgeschnitten fühlten. 48 der 300 Probanden hatten die Lust auf Sex verloren. Einige verspürten keinen Appetit mehr oder waren depressiv geworden. Nur 30 Prozent gaben an, keinen Effekt gemerkt zu haben.
20.Februar 2002
Derzeit haben wir viele Millionen Versuchskaninchen in Deutschland. Die Quittung werden wir vielleicht erst in ein paar Jahren bekommen.
Prof. Dr. Werner Mäntele, Biophysiker der Frankfurter Goethe-Universität und Leiter des EU-Forschungsprojektes zur Wirkung von Mobilfunkwellen
August 2002
Abschalten, vor allem nachts! Weder ein eingeschaltetes Handy noch das schnurlose DECT-Telefon gehören auf den Nachttisch. Mit dem Handy immer kurz telefonieren, bei längeren Gesprächen vom Festnetz zurückrufen. Handygespräche für Kinder und Jugendliche nur in Ausnahmefällen.
Ärztekammer Niedersachsen
Sommer 2003
Handys für den Kindergarten!
Von Siemens, ganz leicht zu bedienen mit sechs fest programmierten Nummern. Aus Japan kommt der Handybär, ein Teddy mit integriertem Mobiltelefon, Babyphon und Freisprecheinrichtung. Die Eltern überwachen ihren Spross. Ein neues Kinderhandy stürmt im Sommer 2003 die deutschen Läden.
11.September 2003
Wir befinden uns in einem Großversuch mit uns allen.
Werner Görtz, Leiter des Umweltamtes Düsseldorf, zum Thema Mobilfunksender in der ‘Westdeutschen Zeitung’
April 2004
SMS verödet das Gehirn. Hirne werden immer langsamer.
Prof. Nakamuda, Prof. Kawaschima und andere japanische Wissenschaftler in der
3sat-Fernsehsendung ‘Fluch des flinken Daumens’ (April 2004)
“Eine ganze Generation treibt in Sucht und Verblödung. Bei uns in Japan werden
400 Millionen SMS pro Tag bei nur einem Anbieter verschickt. Jugendliche schreiben oft eine SMS, wenn sie sich einsam fühlen. 30-50 % der Kids können sich auf nichts mehr konzentrieren als auf ihre Mail. SMS wird zum Suchtproblem. Bei Entzug zeigen sie Reaktionen wie Alkoholiker.” In Deutschland waren es 2003 26 Milliarden SMS
2005
Handys haben im Schultornister nichts zu suchen.
Lehrer-Verband Bildung und Erziehung VBE
16.April 2007
Telefonieren wir unsere Bienen tot? – Mysteriöses Massensterben durch Funk?
Veröffentlichungen in ‘Wohnung+Gesundheit’, ‘Bild’, ‘Spiegel’, ‘Independent’, ‘Heute’,'ORF’, Tageszeitungen und internationalen Medien
Diese interessanten Zitate und noch mehr davon findet ihr auf den folgenden Seiten:
Eine interessante Sammlung an Zitaten zum Handy.
Übrigens gelten nur 26 Prozent der aktuellen Handys und Smartphones als strahlungsarm (Vorsorgewert des Bundesamtes für Strahlenschutz, SAR-Wert geringer als 0,6 W/kg).
http://www.facebook.com/Mobilfunk.und.Gesundheit
http://www.diagnose-funk.org